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  Farben und Medien
 
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RGB und CMYK


Lintu_SR:
RGB sind additive Farben und nur dem Auge und den Bildschirmen (Screen) vorbehalten.

Die Abkürzung RGB heißt:

R- Rot
G- Grün
B- Blau

Die Datei eines solchen Bildes hat drei Kanäle. Ein Merkmal, dass es RGB ist.
RGB kann man in der Regeln nicht drucken, aber die eigenen Drucker im Haushalt können diese doch interpretieren, es gibt aber starke Farbveränderungen.

Das andere, die subtraktiven Farben, sind das CMYK (auch 4C genannt)

Hier steckt folgendes drin:
C- Cyan
M- Magenta
Y- Yellow
K- Key

Key ist ein so genannter Schlüssel. Mit CMY kann man nicht wirklich subtraktiv mischen, deshalb kommt der 4 Kanal oder die 4 Farbe im Drucker hinzu: das ist Schwarz.
CMYK ist für jegliche Druck- (Print-) Medien gedacht. Man druckt in 4 Gängen, wo jede der Farben einzeln auf das Blatt aufgetragen wird.

Wenn ich von CMYK rede, dann meine ich dabei das analoge Zeichnen, also wenn man mit Farbe auf ein weißes Blatt Papier pinselt.

Wenn wir davon jetzt ausgehen CMYK digital zu mischen, dann sollte das eigentlich genauso funktionieren. Wobei dabei die Werte von K zu verändern viel einfacher wäre.

Natürlich ist die Verwendung von Weiß und Schwarz aus der Tube auch einfacher, aber meistens geht einem das Weiß aus, oder vielleicht sogar Schwarz.
Manche brauchen diese "Nichtfarben" sogar nicht.

RGB kann man analog überhaupt nicht mischen. Wie will man mit drei Primärfarben mit gleicher Menge weiß erstellen? Das ist für jeden unvorstellbar.
Deshalb ist es für die meisten verwirrend, wenn sie hören, wie RBG funktioniert.

RGB mischen geht also nur digital.
Grau kann man im RGB mischen, wenn man bei jedem Kanal die gleiche Menge angibt. Hat man R- 0, G- 0, B- 0 (# 00 00 00) So hat man Schwarz. Will man Weiß mischen, so muss man entweder R- 255, G- 255, B- 255 oder #FF FF FF angeben.
Ein Grau wäre jetzt dieser Wert: R- 50, G- 50, B- 50.


Buntstifte
 
Lintu_SR:
Buntstifte sind eine sehr nützliche Sache.

Skizzen und ausgefertigte Sachen sind längst ihnen zum Alltag gefallen.

Man kann mit ihnen viel machen:

Leichtes Aufdrücken bedeutet, dass nur wenig Farbe kommt und die Farben sehr zart werden.
Man kann aber auch härter Aufdrücken und die Farben werden härter.
Dadurch kann man auch einen Übergang zu Zart und Hart erschaffen. Eventuell dann, wenn man Schatten einfügen möchte.

Mit dieser Technik lassen sich auch ganz leicht Farbübergänge erstellen. Wie gewohnt die eine Farbe von Zart nach Hart malen und mit einer anderen Farbe in das Zarte hart anfangen, immer weicher werden und zum Harten hinmalen.

So bekommt man leicht einen netten rot-gelben Sonnenuntergang hin, der sehr kräftig leuchtet.

Das Zarte ist für mich sehr wichtig. Ich benutze für einen Hautton keine Haut- oder Fleischfarbe. Die lasse ich immer unangerührt in meinem Kasten.
ich benutze Orange. Grundiere die Fläche ganz leicht und verwische ist es mit einem Taschentuch.
Eventuell kommt eine zweite Lage darauf. Aber auf jeden Fall dann, wenn ich anfange Schatten einzufügen. Da werde ich ein klitzekleinen Wenig stärker beim Aufdrücken. Verwische noch ein wenig. Und dann kommen die ganze Brauntöne, die diesen Orangton zu einem richtigen und, wenn man will, gesunden Hautton machen. Dabei nehme ich zuerst den hellsten, dazu passendsten Braunton und gehe einmal leicht rüber, wie bei der Orangegrundierung und verwische es mit dem Taschentuch.
Ich werde immer dunkler nehme immer dunklere Farben. Es könnte sogar bis zum Schwarz kommen. Auf jeden Fall benutze ich die Technik von Zart zu Hart, damit der Übergang auch wirklich stimmt. Immer wieder benutze ich nach einer Lage den Taschentuch.

Wenn das alles fertig ist und ich leider so doofe Buntstifte gekauft habe, dass man da Striche sehen kann, kann man es ja mit dem weißen Buntstift probieren und da noch einmal darüber gehen. Es verblasst ein wenig. Aber die kleinsten freien Stellen werden weg sein.

Das kann ganz schön Arbeit machen, aber es lohnt sich.

Scheut euch nicht Farben zu mischen. man bekommt ganz tolle Jeansfarben mit Buntis.
 
Acryl
 
Lintu_SR:
Acryl ist ´ne feine Sache.

Man zeichnet etwas. Man kann es mischen, wie man will. Mn kann, wenn es getrocknet ist, darüber malen und nichts von unten löst sich oder verschmiert. Man kann praktisch das ganze Bild noch einmal neu bepinseln.
Man kann Acryl mit viel Wasser vermengt, kann man es fast wie Aquarell benutzen. Man kann Acryl auf das Papier so sparsam auftragen, dass es einem Kratzen ähnelt. Der Effekt dabei ist, dass der Untergrund durchscheint. Das sieht wirklich toll aus.
Man kann Acryl aber auch in Unmengen auftragen.
Verläufe sind ein wenig schwierig, aber mit Übung geht da alles.

Als Tipp: Man zeichne immer zuerst das, was ganz "hinten" ist und man arbeitet sich immer weiter nach vorne.

Die Farben werden toll aussehen, wenn man nicht ganz deckend arbeitet.^^
 
Copics
 
Lintu_SR:
Das ist eine Technik, mit der ich mir zur Zeit beschäftige.

Es ist Farbe mit einer Flüssigkeit vermengt, deshalb ist es fast wie Aquarell. Die Farben werden lasierend aufgetragen. Geht man mehrmals über dieselbe Fläche, dann werden die Farben kräftiger. Dementsprechend dunkler (aber nicht gleich schwarz).

Manche Leute sagen, dass ein Bild wie gedruckt aussieht, wenn man mit ihnen etwas gezeichnet hat.

Es gibt spezielles Papier dafür, denn manche Maker gehen ganz schnell alle, und dieses, extra für die Copics hergestellte Papier verhindert das ein wenig.
Wenn das doch mal passiert, dass ein Stift alle geht, hat man die Möglichkeit sie nach zu füllen – aber nur, wenn man die nachfüllbaren Stifte gekauft hat.
Man kann mit einer Nachfüllpackung den Stift nach füllen. Im Allgemeinen kann man den Stift sooft wie man will nachfüllen.

Man muss nur aufpassen, dass die Mienen darunter nicht leiden, aber es gibt ja auch Mienen zum Nachkaufen. Für alles ist also gesorgt.

Fehlt nur noch das Motiv und die richtige Technik.

Man sagt, dass man vom Üben heraus seine eigene Technik entwickeln kann. Ich habe inzwischen zwei verschiedene heraus entwickelt, obwohl ich noch ganz am Anfang mit diesem Medium bin.

Man kann selbst Strukturen darstellen, aber da muss sich noch weiter forschen.
Man solle sich viele verschiedene Farbtöne anschaffen, denn wenn man Farbverläufe machen will, dann sind Farben, die vom Farbklang nicht so weit weg sind, ideal.
Eine ganz besondere Farbe bildet der Stift 0, auch Colorless Blender genannt.
Der Stift ist total transparent und man kann Farben damit abschwächen.

Copics werden in der Modebranche, im Comicbereich und in der Ideenphase gebraucht.
 
Sind Copics denn soviel besser als Buntstifte?
Scheinen vorher gesetzte Bleischtift-Schatten auch bei Copics noch durch?
Wo kann man Copics erwerben, sind sie teuer?
(TemariChan)
 
Copics sind um einiges besser. Man kann besser mit ihnen arbeiten als mit Buntstiften. Auch die Schatten werden damit besser.
Die Flächen sind gleichmäßiger und die Farben leuchtender. Trotzdem sind Buntstifte nicht wegzudenken.
Copics sind sehr teuer. Es gibt Farb-Sets, z. B. Hautfarben o. ä.
Ein Copic kostet normal 3-4 Euro, Nachfüllpacks 5 oder 6 Euro. Man kauft besser Nachfüllpacks anstatt neue Copics. Sie werden viel genutzt und sind von Preis/Menge her günstiger.
(Iyana, NovaIxioXerces, Chilet, Lintu_SR)
 
Welche Farben sollte man sich als Grundfarben zuerst kaufen? (Lavernne)
 
Anfangs kommt es darauf an, welche Farben man eher mag, z. B. Pastelltöne oder dunkle Farben…
Meistens kauft man sich ein größeres Pack als Start, Hautfarben sind jedoch das Wichtigste.
Mögliche Hautfarben:
Milky White
Egg Shell
Baby Skin Pink
Bei mehr Auswahl in den Hautfarben sehen nicht alle gleich aus
(Iyana, Sev-Katana)
 
Wie malt man mit Copics größere Flächen am geschicktesten aus, ohne hinterher Streifen und Flecken darin zu haben und ohne über den Rand zu malen? (Sev-Katana)
 
Iyana:
kleiner Tipp: Am Besten macht man die Flächen einmal richtig und dann noch eimal ganz schnell grobflächig drüber. Aber immer schön schnell sein, sonst geht es nicht gut.
 
Gegen die Streifen muss man schnell malen, den Rest macht die Übung. (Serena_Sumeragi)
 
Lavernne:
Hier ein kleiner Tipp: Wenn man sich keine Copics leisten kann, sollte man mal AquarellSTIFTE ausprobieren. Der 24er-Pack von Faber Castell ist mit ca. 14 € noch recht erschwinglich. Man muss die Stiftspitze einfach ins Wasser tauchen und dann malen. Das Blatt vorher anfeuchten geht auch. Dann leuchten sie wunderbar. Mischen kann man sie dann auf dem Blatt, indem man mit einem Pinsel darüber geht. Man muss allerdings aufpassen, dass das Blatt nicht zu nass wird, weil sonst geht es kaputt. Es dauert etwas länger, dafür sieht es dann richtig gut aus.
 

Fragen

Wie kann man mit Aquarell Hautfarben mischen? (Dark_Rei)
 
Hautfarben mit Aquarell gehen fast nicht zu mischen, zuminderst das normale nicht (wenn weiß mit rot gemischt wird). Für dunkle Haut nimmt man am besten einen Braunton und trägt diesen dünn auf das Blatt auf.
 
In einem 24er-Kasten ist eine Hautfarbe dabei und verhältnismäßig ist er auch billiger als der 12er.
 
Man kann auch Aquarellstifte nehmen und danach mit Wasser darüber gehen. Oder man nimmt für den Hautton Wasserfarben, die kann man einzeln kaufen (im Gegensatz zu der Aquarell-Farbe)
(Lavernne)
 
Seranal:
Ich mag Buntstifte am liebsten, kann damit einfach am besten umgehen. Damit kann man Licht und Schatten so gut gestalten, fließende Übergänge und so etwas , jedenfalls wenn man die richtigen Stifte hat. Mit "Billigbuntstiften" hab ich so meine Probleme, weil die Farben nicht richtig schön satt werden. Wenn man doller aufdrückt wirkt alles so streifig. Vor einigen Jahren habe ich mal die Polychromes von Faber Castell zum Geburtstag bekommen. Ich weiß nicht, wie ich damals OHNE diese Stifte leben konnte; Die sind einfach genial, satte Farben, die Übergänge kann man super gestalten, etc. Ich kann diese Stifte eigentlich nur empfehlen, wenn man gerne mit Buntstiften zeichnet.
 
Leoness:
Ich bin schon seit Jahren auf der suche nach der Möglichkeit, meinen Zeichenstiel auf Farbe umzustellen.
Probleme dabei sind:
1. Computer-Colorieren interessiert mich nicht
2. Mit Buntstiften erreiche ich nicht die nötige Tiefe
3. Alles was mit Pinsel zu tun hat lässt sich im nachhinein nicht aufhellen, Großflächen deckend
4. Copics sind sehr nah dran, Problem entsteht aber bei Details, ich meine ein großflächiges betonen ist kein Problem, wenn es aber in Richtung mm² geht kann man es vergessen

Kennt jemand möglicherweise eine gute Kombination oder ein Weg?
 
Sev-Katana:
Kombination: Copics, Buntstifte und Fineliner. Also mit Copics kann man auch kleine Feinheiten ausmalen, man muss die Seite mit der Pinselspitze vertikal auf das Blatt halten und vorsichtig ausmalen, bzw. man nimmt die Buntstifte für die ganz kleinen Flächen (da gibt es Unterschiede zwischen Aquarell und vielem mehr und es gibt echt grelle und dunkle Farben die eine Menge auswirken können), bzw. du nimmst Stabilos, die sind auch recht fein und gut für Feinheiten geeignet.


Komplimentärfarben

Lintu_SR:
Wenn wir uns einen bekannten Farbkreis anschauen, dann sehen wir drei Farben in der Mitte (die Primärfarben), drei Farben, die an denen angrenzen (die Sekundärfarben) und viele Farben, die um die anderen herum kreisen (die Tertiärfarben.)

[Prime= 1, Sekunde= 2, Terz=3]



Dieser Farbkreis stammt von einem Herren Namens Johannes Itten. Wie ich gerade lese hat er das 1961 gemacht. Ziemlich früh oder spät?

Das gute an diesem Kreis ist, dass man die Komplementärfarben super erkennen kann. Denn jeweils zwei gegenüber liegende Farben bilden einen Komplementärkontrast.

Was dieser Kontrast macht zitiere ich mal aus meinen Unterlagen, aus dem Unterricht:

"Komplementäre Farben steigern sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu höchster Farbigkeit."

Das heißt, dass beide Farben, des Paares, extrem leuchten.

Nehmen wir mal rot und grün:
Wenn man rote Weihnachtskugeln an einen schönen grünen Baum hängt, dann leuchtet er auch, ohne die Kerzen. Es wird also sehr auffällig.^^

Man muss dies bewusst einsetzen. Denn:
Manchmal kann so ein Rot-Grün- Kontrast ganz schon in den Augen brennen. (In unserer Klasse nennt man das Augenkrebs)

Zum Nachlesen: Link (auch für die Fotographen)

Weiteres:

Was man an diesem Bild schön sehen kann  ist, dass, wenn man die beiden Komplementärfarben miteinander mischt, es grau ergibt. Wer hätte es gedacht?
(Tipp: Wer plötzlich braun erhält, hat leider, Qualitativ, schlechte Farben. Am besten ist es, sich zu informieren, was für Farben es gibt, die wirklich grau mischen können.)

Weil man mit diesem Kontrast richtigen "Augenkrebs" erzeugen kann, hilft es, wenn man es nicht so bunt mag, ein wenig grau einbringen zu lassen.
Versucht mal, als Übung, zwei Dinge, eines Bildes, im Komplementärkontrast auszumalen und den Rest grau zu lassen.

Betrachtet dieses Bild und versucht die Wirkung heraus zu finden.

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  Alle Zirkel stehen in der Links-Liste - Last Update: 06.10.07  
 
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