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  Interpretation - Lacrimosa
 
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Hoellenhund:
 
Zu fühlen um zu spüren
Meine Sinne meine Seele
Mein Gewissen - und mein Herz
 
Am Abgrund meines Lebens
Am Ende meiner selbst
gebrechlich tief im Innern
Und schwach nach außen hin
 
Ist es schlecht und was ist gut?
Ist es krank und was heißt leben?
Nein es ist nur ehrlich menschlich
Und verflucht es ist doch nur die Wahrheit
 
Im Auge der Gemeinheit
Der Allgemeinheit
Schlicht, verwerflich, transparent
Doch ist es tiefer, stärker und viel mehr
 
So ist der Mensch
Nur auf der Suchen nach der Stärke
Nach der Lüge, blindem Wahn
Und der Oberflächlichkeit
 
Mit blutverschmierten Händen
Mit einer Träne im Gesicht
Einem Lächeln auf den Lippen
Und der Hoffnung tief im Blick
Aufzustehn auch aus dem Dreck noch
Tief beschmutzt und stolz im Herz
Im Leben neu erwacht und
Erwacht ganz neu im Leben
 
Sind meine Hände blind und stumm?
Sind meine Augen alt und schwach?
Ist mein Herz dem Blut erlegen?
Und bei allem doch nur ehrlich?
 
Bin ich Mensch?
Bin ich Schmerz?
Bin ich die Träne
Und der Kuss zugleich?

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(Lacrimosa, Stolzes Herz)
 


lomelinde:
 
> Zu fühlen um zu spüren
> Meine Sinne meine Seele
> Mein Gewissen - und mein Herz


Das zeigt meines Erachtens das der Mensch kein Tier ist. Hier kommt die klare Abtrennung, durch Worte wie: Seele, Gewissen und Herz

> Am Abgrund meines Lebens
> Am Ende meiner selbst
> gebrechlich tief im Innern
> Und schwach nach außen hin


Hier wird die Schwäche des lyrischen Ichs aufgezeigt. Am Rande der Verzweiflung zerbröckelt, dass nach aussehn hin aufgebaute Bild. Man zeigt sich schwach, was man ja auch ist und verliert sein Gesicht.

> Ist es schlecht und was ist gut?
> Ist es krank und was heißt leben?
> Nein es ist nur ehrlich menschlich
> Und verflucht es ist doch nur die Wahrheit


Rhetorische Fragen, wie ich sie liebe. Fragen die keine Antwort suchen, weil es keine gibt. Zumindest hier. Ein Wink auf die Philosophie: Was ist gut? Was ist schlecht? Was heißtkrank sein? Was heißt leben? Fragen an denen sich die Geister scheiden. Aber die Antwort ist doch auch egal, denn es ist menschlich das man sie nicht kennt, aber die Leute wollen diese Wahrheit nicht und das ist die Kritik.

> Im Auge der Gemeinheit
> Der Allgemeinheit
> Schlicht, verwerflich, transparent
> Doch ist es tiefer, stärker und viel mehr


Der einfachste Weg ist der Beste, so sehen es die Menschen, aber das lyr. Ich kritisiert. Denn wenn Menschen doch so komplex sind, warum ist dann das einfachste das beste für sie.

> So ist der Mensch
> Nur auf der Suchen nach der Stärke
> Nach der Lüge, blindem Wahn
> Und der Oberflächlichkeit


Das ist der Mensch. Er streitet es ab, aber so ist er!

> Mit blutverschmierten Händen
> Mit einer Träne im Gesicht
> Einem Lächeln auf den Lippen
> Und der Hoffnung tief im Blick
> Aufzustehn auch aus dem Dreck noch
> Tief beschmutzt und stolz im Herz
> Im Leben neu erwacht und
> Erwacht ganz neu im Leben


Das sollten die Ideale sein, nicht aufzugeben, zu kämpfen egal wie sehr es schmerzt und sein Leben ganz neu zu gestalten, entgegen der Norm

> Sind meine Hände blind und stumm?
> Sind meine Augen alt und schwach?
> Ist mein Herz dem Blut erlegen?
> Und bei allem doch nur ehrlich?


Ha, das gefällt mir: Sind meine Hände blind und stumm?
Können Hände das denn sein? Ein Paradoxon der schönsten Sorte. Wieder ein Hinweis auf das komplexe Sein des Menschen. Ist es denn falsch so zu sein?

> Bin ich Mensch?
> Bin ich Schmerz?
> Bin ich die Träne
> Und der Kuss zugleich?


Hier die Frage ob man Mensch sein kann und gleichzeitig komplex sein kann. Ob man dazu gehören kann ohne dazuzugehören.
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  Alle Zirkel stehen in der Links-Liste - Last Update: 06.10.07  
 
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